Sensomotorisch-perzeptive Behandlung

Eine sensomotorisch-perzeptive Behandlung ist eine zielgerichtete Therapieform, zur Verbesserung von u.a. krankheitsbedingten Störungen oder Entwicklungsverzögerungen im Bereich der Körperwahrnehmung und der Koordination. Sie können ausgelöst werden durch Aufnahmedefizite, Verarbeitungs- und Umsetzungsschwierigkeiten der Sinneswahrnehmungen.

Zur Folge haben diese „Störungen“ häufig entsprechende Beeinträchtigungen von motorischen, psychischen oder kognitiven Funktionen. Bei diesem Behandlungsansatz wird das (Wieder-) Erlangen oder den Erhalt von größtmöglicher Selbstständigkeit, Handlungsfähigkeit und Unabhängigkeit im täglichen Leben angestrebt.

Sensomotorisch bedeutet: die Körpersinne betreffend

Perzeptiv bedeutet: die Wahrnehmung betreffend

Die sensorische Integrationstherapie

Ziel der Sensorischen Integrationstherapie ist es, das der Patient seine Handlungen selbst zu steuern lernt und seine Fähigkeiten über Erfolgserlebnisse immer weiter ausbaut.

Koordinationstraining, CO-OP

CO-OP ist ein kognitiver Ansatz bei Kindern mit Koordinations-
schwächen
. Die Grundlage dieses Behandlungsansatzes ist es, dass ihr Kind mit Hilfe kognitiver Strategien und geleiteter Entdeckung in Bezug auf seine Bewegungsmöglichkeiten, eigenständig Strategien entwickeln lernt. Damit wird die eigene Koordination und die Handlungs- bzw. Bewegungsplanung verbessert.

Fein-, sowie Graphomotoriktraining

Das Graphomotoriktraining unterstützt das Erlernen von differenzierten und rhythmischen Bewegungen der Finger und Hand und damit die feinsten Koordinationsleistungen, die Sie zum ausdauernden Schreiben benötigen. Es verbessert Ihre Stifthaltung und -führung, lässt Sie einen angemessenen Druck der Schreibhand auf den Stift erlernen und vermeidet somit Schmerzen in Hand und Arm.

Training für linkshändige Kinder

... nach Barbara Sattler. Unter Berücksichtigung individueller „Besonderheiten“ der Schreibvoraussetzungen eines linkshändigen Menschen werden Strategien für Sitz-, Stift-, Blatt- und Schreibhaltung erarbeitet und im Alltag umgesetzt.

Schulung von alltäglichen Tätigkeiten

Siehe bei motorisch-funktionell - ADL

Basale Stimulation

Durch die basale Stimulation werden Wahrnehmungsbereiche aktiviert. Auf diese Weise kann bei

  • bewegungseingeschränkten Menschen,
  • Menschen mit einem Schlaganfall,
  • Menschen mit einem Schädel-Hirn-Trauma,
  • Menschen mit apallischem oder komatösem Syndrom,
  • Menschen mit Alzheimer und dementen Menschen

durch spezielle Berührungsreize, erfolgreich zur Wahrnehmungsförderung, aber auch zur Gestaltung einer individuellen Kommunikationsform eingesetzt werden.

SYMUT (Systemische Mutismustherapie)

Die Systemische Mutismustherapie hilft Menschen, die nicht reden durch verhaltensregulierende Strategien, ihre Sprechblockaden abzulegen und in jeder Situation sprechen zu können. Dies wird durch Verbildlichungen der Problematik, sowie lebenspraktischen Übungen, „in-vivo-Therapie“ erreicht.